Der Eckbereich zur neuen Bahnlinie hin war 1862 die erste Parzelle, die vom grossen Bauernhof Schmiedgasse 32–40 abgetrennt wurde. Der Besitzer Simon Wenk-Götschin errichtete hier einen Neubau mit Wirtschaft im Erdgeschoss und Wohnräumen im Obergeschoss. Die Wirtschaft, für die ab ungefähr 1900 der Name ‹zum Schützengarten› belegt ist, hatte Bestand bis 2014. Im Folgejahr erwarb die Gemeinde Riehen die an die Fläche des Gemeindehauses anstossende Parzelle.
Das Gebäude hat seine heutige Gestalt im Wesentlichen durch zwei Umbauten erhalten: 1870 wurde ein Flügel gegen das Gartenareal errichtet, 1935 wurde der Eingang von der Bahnhofstrasse zur Schmiedgasse hin verlegt und der Eckbereich umgestaltet.
Autorin / Autor: Felix Ackermann | Zuletzt aktualisiert am 12.1.2026
Kaspar, Albin et al.: Häuser in Riehen und ihre Bewohner. Heft IV. Riehen 2022. S. 121f.
Vernarelli, Loris: «Für immer geschlossen». In: Jahrbuch z’Rieche 2015. S. 60–65, hier S. 64.