Das ursprünglich zur Parzelle Rössligasse 26 gehörende Gartenareal wurde im Zuge einer Erbteilung abgetrennt; 1569 ist erstmals ein Haus erwähnt. Die Besitzer waren stets wohlhabende Bauern. 1754 werden erstmals eine Scheune und ein Stall, 1807 zudem ein Schopf, eine Trotte und ein Waschhaus erwähnt. 1911 wurde im hinteren Teil der Parzelle ein grosser Neubau mit Stallungen und Scheune errichtet. Ab 1960 plante der Besitzer zusammen mit jenen von Rössligasse 26 eine Neuüberbauung, die 1965 nach mehreren Planänderungen auf stark zurückgesetzten Baulinien in Angriff genommen wurde.
Die Hauptfassade des Bauernhauses mit Wohnteil links sowie Scheune und Stall rechts war zur Rössligasse hin orientiert. Die rückwärtigen Wirtschaftsgebäude waren vom Schopfgässchen her erschlossen. Der 1967 vollendete Neubau hat seither verschiedene Renovationen und Umbauten, aber im Äussern keine wesentlichen Änderungen erfahren. Er umfasst im Erdgeschoss ein Ladengeschäft und in den Obergeschossen Wohnungen.
Autorin / Autor: Felix Ackermann | Zuletzt aktualisiert am 26.1.2026
Kaspar, Albin et al.: Häuser in Riehen und ihre Bewohner. Heft IV. Riehen 2022. S. 179–181.
Jost, Dieter: Bauerngärten in Riehen einst und jetzt. In: Jahrbuch z’Rieche 1990. S. 117–129, hier S. 121.