Die Anfänge der Gastwirtschaft auf der 1532 erstmals erwähnten Eckparzelle Baselstrasse / Rössligasse sind ins Jahr 1669 zu datieren: Ab diesem Jahr betrieb der Metzger Balthasar Fuchs hier eine Meienwirtschaft. Unter seinem Nachfolger berichten die Quellen von anrüchigen Zuständen. 1693 reichte der Metzger Samuel Hoch mit Erfolg ein Gesuch für den Betrieb einer Schildwirtschaft ein, der zweiten nach dem Ochsen.
Der Schwiegersohn Johann Jakob Stump begründete 1706 die Dynastie von Rössliwirten aus dieser Familie, die bis 1832 Bestand hatte. Darauf folgte Friedrich Völlmy, der sogleich in die Wirtschaft investierte und unter anderem auf der Fläche der im Süden anstossenden Parzelle einen Anbau mit Zimmern und Stall im Erdgeschoss und mit Tanzsaal im Obergeschoss errichten liess. 1845 wurde im Gasthaus zum Rössli die erste Postablage in Riehen eingerichtet. 1930/31 liess der damalige Besitzer Fritz Aebin tiefgreifende Umbauten und Erweiterungen vornehmen.
Das heutige Wohn- und Geschäftshaus entstand 1977/78 nach Abbruch der bestehenden Gebäude. Seither ist die Liegenschaft im Grundbuch unter der Adresse Rössligasse 2 eingetragen.
Im Erdgeschoss des Eckbereichs war in Neubau zunächst eine Metzgerei untergebracht, in der restlichen Fläche eine Discounterfiliale. Letztere besteht bis heute, während ins Metzgereilokal mit der Gründung einer Pizzeria 1996 die Gastronomie auf die Fläche des traditionsreichen ‹Rössli› zurückkehrte.
Autorin / Autor: Felix Ackermann | Zuletzt aktualisiert am 22.1.2026
Kaspar, Albin et al.: Häuser in Riehen und ihre Bewohner. Heft IV. Riehen 2022. S. 157–162, 165.
Ackermann, Felix und Therese Wollmann: Tafeln in der ältesten Riehener Wirtschaft. In: Jahrbuch z’Rieche 2015. 54–59, hier S. 56f.
Schär, Werner: Die Post in Riehen. In: Jahrbuch z’Rieche 1970. S. 54–58, hier S. 54f.