Rössligasse 32 / Wendelinsgasse 21

in der Hueb, Ärztehaus

Das Anwesen Rössligasse 32 gehört zu den spurlos verschwundenen Riehener Bauernhäusern, die durch Bauaufnahmen des Technischen Arbeitsdiensts Basel-Stadt aus den 1930er-Jahren dokumentiert sind. Die Besitzer der Liegenschaft gehörten bis ins 19. Jahrhundert durchweg der dörflichen Oberschicht an.

1591 wird erstmals ein Haus erwähnt, das 1608 neu gebaut oder erweitert wurde, wie die überlieferte Jahreszahl 1608 über dem Kellerportal belegt. Das Haus mit Scheune, Stall und Wohnteil unter einem First erhielt später an der einen Giebelwand einen Anbau, was eine Vergrösserung der Küche und der Wohnräume im Obergeschoss ermöglichte, sowie einen Scheunenanbau hinter dem Wirtschaftsteil. Die rückwärtige Fassade des Wohnteils mit der Haustür wurde in der Mitte des 19. Jahrhunderts erneuert.

1969 wurde die Liegenschaft von der Gemeinde Riehen erworben, 1971 abgebrochen und anschliessend durch das heutige Mehrzweckgebäude mit Mütterberatungsstelle, Kindergarten, Arzt- und Zahnarztpraxen sowie Wohnungen ersetzt. Der rückwärtige Bereich erhielt dabei die Adresse Wendelinsgasse 21.

Autorin / Autor: Felix Ackermann | Zuletzt aktualisiert am 29.1.2026

Fakten

Rössligasse 32, in der Hueb, Ärztehaus
Rössligasse 32, Wendelinsgasse 21
1608, Bau oder Erweiterung des Vorgängerbaus
1971–1972, heutiges Gebäude
Einwohnergemeinde Riehen, heutiges Gebäude
1971, Vorgängerbau

Häuser in Riehen und ihre Bewohner

Artikel

Literatur

Kaspar, Albin et al.: Häuser in Riehen und ihre Bewohner. Heft IV. Riehen 2022. S. 190–193.

Feedback