
Verena Rentsch-Mühlethaler war eine Nationalökonomin und Schriftstellerin, die in Bettingen aufwuchs und von 1935 bis 1938 als junge Frau in Riehen bei ihren Eltern lebte.
Tochter des Jakob Mühlethaler (Dr. phil., Realschullehrer; 1883–1972) und der Emma Verena, geborene Wassermann (1890–?). Heirat 1946 mit Otto Rentsch (Arzt; 1898–1984). Eine Tochter, zwei Söhne.
Verena Mühlethaler wurde am 17. Oktober 1913 in Basel geboren als älteste Tochter von Jakob Mühlethaler und Emma Verena geborene Wassermann. Sie wuchs gemeinsam mit einer Schwester und einem Bruder in Bettingen auf, wo ihr Vater als Reallehrer unterrichtete. Nach Schulen in Basel und Lausanne, die sie mit der Handelsmatur abschloss, arbeitete sie als Sekretärin in Basel bei der Chemiefirma Ciba.
1935 liess sie sich mit ihren Eltern und Geschwistern am Sieglinweg 11 in Riehen nieder, da ihr Vater nach der Aufhebung der Oberschule in Bettingen eine Stelle als Lehrer an der Mädchenrealschule Dreirosen in Basel antrat.
1938 zog Verena Mühlethaler nach Deutschland, wo sie zuerst in Darmstadt als Erzieherin arbeitete, dann als Werkstudentin an der Technischen Hochschule in München Nationalökonomie studierte und 1944 den Doktortitel erlangte. Ihre Dissertation ‹Die volkswirtschaftliche Führung des weiblichen Arbeitseinsatzes durch arbeitspsychologische Massnahmen› erarbeitete sie sich mitten im Zweiten Weltkrieg in einer Ausbildungswerkstatt des Rüstungskonzerns Junkers Flugzeug- und Motorenwerke AG.
1944 kehrte Verena Mühlethaler in die Schweiz zurück und arbeitete beim Schuhhersteller Bally in Schönenwerd als Betriebspsychologin. In dieser Zeit veröffentlichte sie personalwirtschaftliche Artikel in der ‹Schweizerischen Arbeitgeber-Zeitung›.
1946 heiratete Verena Mühlethaler den Arzt Otto Rentsch und lebte fortan in Liestal. Die beiden hatten eine Tochter und zwei Söhne. Verena Rentsch kümmerte sich um den Haushalt, arbeitete aber auch intensiv in der Praxis des Mannes mit.
In späteren Jahren begann Verena Rentsch-Mühlethaler intensiver zu schreiben. Bis zu ihrem Tod veröffentlichte sie vier Gedichtbände, einen Band mit Erzählungen und eine illustrierte Schrift mit Betrachtungen zur Sinai-Halbinsel. Einige ihrer Gedichte wurden auch in Schweizer Tageszeitungen und Zeitschriften abgedruckt.
Verena Rentsch-Mühlethaler starb am 19. Juli 1987 in Liestal und wurde auf dem dortigen Friedhof begraben.
Autorin / Autor: Stefan Hess | Zuletzt aktualisiert am 4.4.2026
Und immer noch wächst der Mond. Gedichte. Liestal 1967.
Wüstenrose. Gedichte. Zürich 1971.
Kaum merkliche Übergänge. Erzählungen. Zürich 1972.
Anflug von Grün. Gedichte. Wiesbaden 1974.
Ins Wort gefasst. Gedichte. Schaffhausen 1977.
Sinai ein Ur. Schaffhausen 1977.
Mitten im Endlichen. O.O. o.J. [1989].
Letzte Fassung. O.O. o.J. [1989].
Gisbert Kranz: Begegnungen mit Dichtern. Wuppertal/Zürich 1990. S. 67.
Verena Rentsch-Mühlethaler. In: Personenlexikon Basel-Landschaft. URL: https://personenlexikon.bl.ch/Verena_Rentsch-Mühlethaler (02.04.2026).