Rössligasse 20

Schlozerhaus

Auf der ehemals grösseren Parzelle wird 1675 erstmals ein Haus erwähnt. Es war bis 1877 auf zwei Besitzer aufgeteilt. In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts sind verschiedene Bauarbeiten belegt. Ab 1900 übten hier zwei Generationen der Familie Schlozer das Zimmermannshandwerk aus.

1984 entwickelten Baurechtnehmer Neubauprojekte für das baufällige Gebäude an attraktiver Lage. Geplant war eine ‹Dorfbeiz› im Erdgeschoss und Wohnungen im Ober- und im Dachgeschoss. Diese Projekte mussten jedoch aufgegeben werden, weil das Haus 1986 vom Regierungsrat ins kantonale Denkmalverzeichnis aufgenommen wurde. Von 1987 bis 1989 erfolgte schliesslich der Umbau in eine Bankfiliale. Dabei wurde das Gebäude ausgekernt und der rückwärtige Schopf durch einen eingeschossigen Anbau ersetzt.

Die Fassade zur Rössligasse hin vermittelt bis heute eine Vorstellung des Gebäudes, wie es im Wesentlichen auf das späte 17. und das 18. Jahrhundert zurückgehen dürfte. Rechts, knapp neben der Grenze zum Nachbarhaus Rössligasse 18, ist das frühere Scheunentor sichtbar. Die beiden Haustüren links – seit der Auskernung ebenso wie das Scheunentor funktionslos – zeugen noch von der Aufteilung des Wohnbereichs in zwei unabhängige Einheiten. Die Haustüren mit dem vorgelagerten Treppenpodest lassen zudem die deutliche Erhöhung des ehemaligen Wohnbereichs im Erdgeschoss gegenüber dem Niveau der Scheune erkennen.

Autor/in: Felix Ackermann

Autorin / Autor: Felix Ackermann | Zuletzt aktualisiert am 26.1.2026

Fakten

Rössligasse 20, Schlozerhaus
Unter Denkmalschutz

Häuser in Riehen und ihre Bewohner

Artikel

Literatur

Kaspar, Albin et al.: Häuser in Riehen und ihre Bewohner. Heft IV. Riehen 2022. S. 175–178.

Feedback