Ein Haus auf der Parzelle Baselstrasse 56 ist 1488 erstmals belegt. Im späten 17. und frühen 18. Jahrhundert übten hier zwei Generationen das Zimmermannshandwerk aus. 1754/55 wurde das Haus neu erbaut; der damalige Besitzer war Sattler und gleichzeitig wohlhabender Bauer. Als Werkstatt diente ein schmales Gebäude auf der anderen Seite des Schopfgässchens, das 1872 eine eigene Parzellennummer und 1900 die Adresse Schopfgässchen 2 erhielt. 1903 wurde das Werkstattsgebäude an den Besitzer der Liegenschaft Baselstrasse 52 verkauft.
Im rückwärtigen Bereich stand ein zweites, kleineres Wohnhaus, zeitweise mit der Adresse Schopfgässchen 5, das jedoch meist den Besitzern von Baselstrasse 56 gehörte. Es wurde um 1903 abgebrochen.
1929 wurde die Baubewilligung für einen viergeschossigen Neubau erteilt. Da dieser erst 1931 in Angriff genommen wurde, mussten die Pläne dem neuen Zonenplan von 1930 angepasst werden. So entstand das heutige Gebäude mit Mansarddach zur Strasse hin, dessen Erdgeschoss zuerst als Bäckerei und Restaurant genutzt wurde und seit einem Umbau 2007 als Bankfiliale dient.
Autorin / Autor: Felix Ackermann | Zuletzt aktualisiert am 19.1.2026
Kaspar, Albin et al.: Häuser in Riehen und ihre Bewohner. Heft IV. Riehen 2022. S. 151–154.