Rössligasse 36

Die Liegenschaft Rössligasse 36 wurde 1880 von der heutigen Parzelle Rössligasse 40 abgetrennt. Ein Jahr zuvor hatte der Hufschmied Friedrich Schmid auf der ehemaligen Gartenfläche einen Neubau mit Schmiedewerkstatt, Scheune, Stall und Wohnteil errichten lassen.

1906 erwarb ein Wagner die Liegenschaft und richtete im Bereich der Scheune sogleich eine Wagnerwerkstatt ein. Auch die Schmiede wurde unter einem Schmiedemeister weiterbetrieben, sodass die beiden symbiotischen Handwerke unter einem Dach vereint waren. Mit Ausnahme der Schmiedewerkstatt, die 1999 umgebaut und um ein Obergeschoss für Wohnzwecke ergänzt wurde, ist das Gebäude in seiner ursprünglichen Form weitgehend erhalten geblieben.

Die Schmiede wird bis heute betrieben, während die Wagnerei schon vor längerer Zeit an Bedeutung verloren hatte.

Autorin / Autor: Felix Ackermann | Zuletzt aktualisiert am 2.2.2026

Fakten

Rössligasse 36
1879
Friedrich Schmid-Vögelin-Döhnel

Häuser in Riehen und ihre Bewohner

Artikel

Jahrbuch z’Rieche

Literatur

Häuser in Riehen und ihre Bewohner

Kaspar, Albin et al.: Häuser in Riehen und ihre Bewohner. Heft IV. Riehen 2022. S. 196–198.

Jahrbuch z’Rieche

Bertschmann, Paul: Von Riesenschildkröten, Wagenrädern und Napoleons Feldzügen. Jugenderinnerungen. In: Jahrbuch z’Rieche 1992. S. 51–65, hier S. 59f.

Kaspar, Albin: Feuer und Eisen. Die Geschichte des Schmiedehandwerks in Riehen. In: Jahrbuch z’Rieche 1992. S. 31–41, hier S. 33, 38f.

Lehmann, Fritz: Das Haus Rössligasse 40. Ein Beitrag zur Geschichte eines alten Riehener Taunerhauses. In: Jahrbuch z’Rieche 1981. S. 13–34, hier S. 23, 25f., 29–33.

Lemmenmeier, Ernst: Tradition des Schmiedehandwerks. Die letzte Riehener Schmiede. In: Jahrbuch z’Rieche 1992. S. 43–49.

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