Die heutige Parzelle Rössligasse 12 war ursprünglich ein Gartenareal des Grundstücks Rössligasse 10. 1750 erfolgte die Abtrennung des mittlerweile mit einem Haus und einem Stall überbauten Areals. Um 1800 bestand hier ein Baugeschäft. 1832 wurde auf dem restlichen Gartenareal eine an das Wohnhaus anschliessende Scheune errichtet, deren Schlussstein über dem Torbogen erhalten geblieben ist. 1839 wurde diese Scheune zur Backstube ausgebaut. Eine Bäckerei bestand hier kontinuierlich bis in späte 20. Jahrhundert.
Das Wohnhaus wurde 1847 um ein Stockwerk auf drei Geschosse erhöht. 2005 wurde der ehemalige Scheunenteil ausgebaut und erhielt zugleich ein neues Schaufenster. Im Innern des Hauses sind etliche Ausstattungselemente aus dem 19. Jahrhundert erhalten geblieben.
Autorin / Autor: Felix Ackermann | Zuletzt aktualisiert am 26.1.2026
Kaspar, Albin et al.: Häuser in Riehen und ihre Bewohner. Heft IV. Riehen 2022. S. 170–172.
Kaspar, Albin: «… und schön weiss brodt bachen müssen.» Die Geschichte des Bäckerhandwerks in Riehen. In: Jahrbuch z’Rieche 1993. S. 87–97, hier S. 87, 93, 96.