Öffentliche Beleuchtung

Ab 1870 beleuchteten einige wenige Petrollampen das nächtliche Dorf. Ab 1909 wurden diese durch eine elektrische Strassenbeleuchtung abgelöst.

Die Beleuchtung einiger weniger Riehener Strassen mit Petrollampen wurde 1870 eingeführt. Die Lampen mussten jeden Abend von ihrem Kandelaber, einem mehrarmigen Mast, heruntergeholt werden, um die Dochte zu überprüfen und Petrol nachzugiessen. Der Verkehrsverein Riehen legte deshalb im Jahr 1900 zwei neue Konzepte für die öffentliche Beleuchtung vor: Eines setzte auf Gas, das andere auf Elektrizität. Der Gemeinderat entschied sich für letzteres.

Ab 1901 belieferten die Badenwerke die Gemeinde mit Strom aus dem Kraftwerk Rheinfelden. Spätestens ab 1909 wurde die elektrische Strassenbeleuchtung in Betrieb genommen, wobei die Leuchten nicht ganze Strassenzüge beleuchteten, sondern vorerst nur die wichtigsten Stellen. An der Lörracherstrasse wurden jedoch die Petrollampen gemäss einem Beschluss der Einwohnergemeindeversammlung vom 21. Februar 1909 durch Gaslaternen ersetzt, da man davon ausging, Gas brenne heller. 1912 übernahm das Elektrizitätswerk Basel die Stromversorgung Riehens.

Autorin / Autor: Nils Widmer | Zuletzt aktualisiert am 8.1.2023

Artikel

Jahrbuch Riehen

Literatur

Jahrbuch z’Rieche

Jaquet-Anderfuhren, Nicolas: 100 Jahre Verkehrsverein Riehen. Wegbereiter für ein modernes Riehen. In: Jahrbuch z’Rieche 1999. S. 78–107.

Schär, Werner: Riehener Dorfgeschichten (Riehen einst und jetzt.) In: Jahrbuch z’Rieche 1964. S. 75–77.

Weitere Literatur

Raith, Michael: Gemeindekunde Riehen. 2. überarbeitete und aktualisierte Aufl. Riehen 1988. S. 100.

Vögelin, Hans Adolf: Von der Französischen Revolution bis zur Gegenwart (1798–1970). In: Riehen. Geschichte eines Dorfes. Riehen 1972. S. 319–410, hier S. 391.

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