Irma Sandreuter-Steiger

18961996

Irma Sandreuter-Steiger eröffnete 1928 in ihrem Privathaus, dem Haus Sandreuter, einen der ersten Montessori-Kindergärten in der Schweiz.

Tochter des Carl Steiger (Kunstmaler und Flugpionier) und der Marie, geborene Kirchhofer. Heirat 1918 mit Hans Sandreuter (Kaufmann). Drei Kinder.


Irma Steiger kam als ältestes von drei Kindern in Zürich zur Welt. Mit ihren beiden Brüdern wuchs sie in einem modernen, fortschrittlichen Künstlerhaushalt auf. 1902 zog die Familie nach Kilchberg, wo Irma Steiger die Primarschule besuchte. Es folgten der Besuch der Mittelschule und der höheren Töchterschule in Zürich. Diese schloss sie 1914 mit dem Diplom ab. Von 1914 bis 1915 machte Steiger ein Praktikum in einem Montessori-Kindergarten in Genf und besuchte nebenbei Kurse bei Emile Jaques-Dalcroze in rhythmisch-musikalischer Erziehung. Zurück in Zürich, machte sie eine Weiterbildung an der Kunstgewerbeschule.
1918 heiratete Steiger den Basler Kaufmann Hans Sandreuter. Das Ehepaar zog nach Riehen. Als Folge einer Entzündung des Sehnervs kurz nach der Heirat blieb Irma Sandreuter-Steiger für den Rest des Lebens sehbehindert.
1924 bauten Hans und Irma Sandreuter-Steiger an der Oberen Wenkenhofstrasse 29 ein Einfamilienhaus. Die Planung des Hauses übernahmen Irmas Bruder Rudolf Steiger und dessen Frau Flora Steiger-Crawford.
1928 eröffnete Irma Sandreuter-Steiger in ihrem Privathaus einen Montessori-Kindergarten, den sie bis 1968 führte. Daneben setzte sie sich ab 1944 gemeinsam mit ihrem Mann für die Gründung des Kinderdorfs Pestalozzi in Trogen ein. Sandreuter-Steiger war auch als Leiterin beim Basler Elternzirkel aktiv (heute Programm für Elternbildung Basel).

Irma Sandreuter-Steiger starb 1996 in Riehen.

Autorin / Autor: Franziska Schürch | Zuletzt aktualisiert am 26.6.2022

Fakten

Irma
Sandreuter
17.02.1896 in Zürich
1996 in Riehen
Flawil (SG) und Riehen

Artikel

Werke (Auswahl)

Archive

Staatsarchiv Basel-Stadt

Sammlung biographischer Zeitungsausschnitte

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