Hermann Kesten

19001996

Hermann Kesten war ein international bedeutender Schriftsteller. Er lebte zuletzt im Altersheim La Charmille in Riehen.

Sohn des Isidor Kesten (Kaufmann) und der Ida, geborene Tisch. Heirat 1928 mit Toni, geborene Warowitz.

Hermann Kesten war Schriftsteller und Literaturvermittler. Daneben arbeitete er als Lektor für den Berliner Kiepenheuer-Verlag. Er gilt als wichtiger Vertreter der Neuen Sachlichkeit. Nach seiner Flucht aus Nazi-Deutschland 1933 lektorierte er für den Exilverlag Allert de Lange in Amsterdam. Kesten wurde 1939 im französischen Camp de Nevers an der Loire interniert, emigrierte 1940 in die USA und lebte später in Deutschland, Rom und ab 1978 in Basel. Ab 1950 war Kesten Mitglied der Akademie der Wissenschaften und der Literatur in Mainz. Von 1972 bis 1978 präsidierte er das PEN-Zentrum Deutschland. Seine letzten Lebensjahre ab 1985 verbrachte er im jüdischen Altersheim La Charmille in Riehen.

Autorin / Autor: Luzia Knobel | Zuletzt aktualisiert am 12.5.2022

Fakten

Hermann
Kesten
28.01.1900 in Podwołoczyska (Galizien, heute Ukraine)
03.05.1996 in Riehen
Deutschland, ab 1949 USA

Artikel

Literatur

Jahrbuch z’Rieche

Herzog, Valentin: Autoren in Riehen – Hermann Kesten. In: Jahrbuch z’Rieche 1990. S. 79–85.

Weitere Literatur

Berninger, Frank (Hg.): Franz Schoenberner, Hermann Kesten. Briefwechsel im Exil: 1933–1945. Göttingen 2008.

Bienek, Horst (Hg.): Hommage à Hermann Kesten. Zum 80. Geburtstag am 28. Januar 1980. Frankfurt a. M. 1980.

Debrunner, Albert M.: «Zuhause im 20. Jahrhundert» – Hermann Kesten. Biographie. Wädenswil 2017.

Fähnders, Walter und Hendrik Weber (Hg.): Dichter – Literat – Emigrant: über Hermann Kesten. Mit einer Kesten-Bibliographie. Bielefeld 2005.

Guth Biasini, Nadia: Kesten, Hermann. In: Historisches Lexikon der Schweiz 2008. URL: www.hls-dhs-dss.ch/de/articles/027843/2008-09-02/ (22.11.2021).

Reich-Ranicki, Marcel: Über Ruhestörer. Juden in der deutschen Literatur. Stuttgart 1989.

Verlag Kurt Desch et al. (Hg): Hermann Kesten. Ein Buch der Freunde: zum 60. Geburtstag am 28. Januar 1960 [Festschrift]. München 1960.

Winkler, Andreas: Hermann Kesten im Exil (1933–1940). Sein politisches und künstlerisches Selbstverständnis und seine Tätigkeit als Lektor in der deutschen Abteilung des Allert de Lange Verlages. Hochschulschrift mit unveröffentlichter Verlagskorrespondenz. Hamburg 1977.

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