Heinrich Weissenberger

18401908

Heinrich Weissenberger war in Riehen von 1891 bis 1900 und von 1903 bis 1906 Gemeindepräsident. Er war Betreiber des 1844 errichteten Badhotels an der Bahnhofstrasse 40.

Sohn des Heinrich Weissenberger (Barbier, Badwirt, 1813–1856) und der Anna Barbara, geborene Utzinger (1815–1878). Heirat 1870 mit Adèle (Adelheid) Wenk (1850–1936). Drei Kinder, darunter Adèle Thommen-Weissenberger.

Heinrich Weissenberger betrieb das von seinem Vater 1844 errichtete Kurhaus Bad am Immenbächli an der Bahnhofstrasse 40. 1878 eröffnete er an der Bahnhofstrasse 28 eine neue Bahnhofswirtschaft (spätere Schlipferhalle) und veräusserte das väterliche Badhotel 1889 an die Badische Bahnverwaltung.

Weissenberger war in Riehen jedoch in erster Linie als freisinniger Politiker bekannt. Von 1891 bis 1900 und von 1903 bis 1906 war er Gemeindepräsident von Riehen. Als Mitglied der FDP war er auch Gemeindeschreiber, Grossrat, Bürgerrat, Bürgerrats- und Gescheidspräsident sowie Mitglied des Kirchenvorstands und der Kirchensynode. Bereits als Gemeindeschreiber betrieb er erfolglos den Anschluss der damals verschuldeten Gemeinde Riehen an die Stadt Basel. 1899 reichte er im Grossen Rat einen Anzug für eine Tramverbindung nach Riehen ein.

Heinrich Weissenberger gehörte auch der Riehener Schulkommission an und präsidierte den Riehener Liederkranz.

Autorin / Autor: Luzia Knobel | Zuletzt aktualisiert am 25.5.2022

Fakten

Heinrich
Weissenberger
Badheiri
02.09.1840 in Riehen
17.04.1908 in Oberwichtrach (BE)
Riehen

Jahrbuch Riehen

Literatur

Jahrbuch z’Rieche

Raith, Michael: Die Familie Weissenberger von Riehen. In: Jahrbuch z’Rieche 1979. S. 52–64, hier S. 62–64.

Raith, Michael: Zweihundert Jahre gelebte Demokratie. In: Jahrbuch z’Rieche 1999. S. 4–37, hier S. 10, 17–20.

Weitere Literatur

Raith, Michael: Gemeindekunde Riehen. 2. überarbeitete und aktualisierte Aufl. Riehen 1988. S. 98f.

Vögelin, Hans Adolf: Von der Französischen Revolution bis zur Gegenwart (1798–1970). In: Bruckner, Albert et al.: Riehen. Geschichte eines Dorfes. Riehen 1972. S. 319–410.

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