Grazita Hettinger

19082000

Die Theater- und Filmschauspielerin Grazita Hettinger verbrachte ihre Kindheit in Riehen. Sie war Mitbegründerin der Drei-Länder-Eck-Bühne in Lörrach und daneben Geschäftsführerin der Ruvera GmbH, einer Nähseidenfabrik in Lörrach-Stetten.

Tochter des Hellmuth Hettinger (Kaufmann) und der Frieda, geborene Meyer. Heirat 1958 mit Wolf Dieter Littmann (Journalist, Fernsehreporter) (1926–2000). Ein Stiefsohn, der Kultuvermittler Klaus Littmann.

Grazita Hettinger wurde am 27. Mai 1908 im norddeutschen Oldenburg als Tochter des aus dem badischen Ettenheim stammenden Kaufmanns Hellmuth Hettinger und seiner Frau Frieda geboren.

1913 zog die Familie nach Riehen an die Burgstrasse 165. Nach der Schulzeit absolvierte Grazita Hettinger eine Musikausbildung in Paris. Anschliessend nahm sie Schauspielunterricht in Berlin, unter anderem bei Maria Köppenhofer und Sascha Oskar Schoening. Sie spielte Nebenrollen in den deutschen Spielfilmen ‹Frischer Wind aus Kanada› (1934) und ‹Intermezzo› (1936). Hettinger hatte Engagements am Stadttheater Aarau und am Berliner Schillertheater. 1940 kehrte sie in die Schweiz zurück und liess sich in Riehen nieder. Zusammen mit Sascha Oskar Schoening gründete sie 1946 die Drei-Länder-Eck-Bühne in Lörrach, wo sie bis 1948 in verschiedenen Hauptrollen auftrat. 1949 übernahm Hettinger nach dem überraschenden Tod ihres Vaters die Geschäftsleitung der familieneigenen Nähseidenfabrik Ruvera GmbH in Lörrach-Stetten.

Am 27. März 1958 heiratete sie den Journalisten Wolf Littmann. 1970 liess sich das Ehepaar scheiden.

Grazita Hettinger starb am 24. Dezember 2000 in Riehen.

Autorin / Autor: Luzia Knobel | Zuletzt aktualisiert am 10.5.2022

Fakten

Hermine Frieda
Hettinger
27.05.1908 in Oldenburg (D)
24.12.2000 in Riehen
ab 1922 Riehen

Archive

Landesarchiv Baden-Württemberg/Staatsarchiv Freiburg

Drei-Länder-Eck-Bühne in Lörrach 1948–1949: C 25/1 Nr. 359. Online Zugang URL: www.landesarchiv-bw.de/plink/?f=5-68068 (22.11.2021)

Literatur

Blubacher, Thomas: Hettinger, Grazita. In: Kotte, Andreas (Hg.): Theaterlexikon der Schweiz. Bd. 2. Zürich 2005. S. 837.

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