Gertrud Isolani

18991988

Gertrud Isolani war eine international beachtete Schriftstellerin und Journalistin. Sie verbrachte ihre letzten Lebensjahre im Altersheim La Charmille in Riehen.

Tochter des Eugen Isaacsohn (Theaterkritiker) und der Betty, geborene Perl (Schauspielerin). Heirat 1921 mit Berthold Sternberg (Porzellanfabrikant). Eine Tochter.

Die deutsch-jüdische Schriftstellerin und Journalistin Gertrud Isolani floh 1933 aufgrund des drohenden Schreibverbots durch die Nationalsozialisten nach Paris. Sie wurde 1940 in Gurs interniert, konnte jedoch aus der Haft entweichen und lebte zwei Jahre im französischen Untergrund, bis ihr 1942 die Flucht in die Schweiz gelang.

Seit 1944 in Binningen niedergelassen, schrieb sie für die Basler Nachrichten und die National-Zeitung und verfasste Romane, Novellen, Theaterstücke und Memoiren. Ihre letzten Lebensjahre verbrachte sie im jüdischen Altersheim La Charmille in Riehen.

Autorin / Autor: Luzia Knobel | Zuletzt aktualisiert am 11.5.2022

Fakten

Gertrud
Isolani
Gertrud Isaacsohn, Ger Trud (Pseudonym)
07.02.1899 in Dresden (D)
19.01.1988 in Riehen
ab 1964 Bürgerin von Binningen
Deutschland, Schweiz

Artikel

Archive

Staatsarchiv Basel-Stadt

Alterspflege: Sternberg-Isolani, Gertrud; 1899 Alterheim ‹La Charmille›: SD-REG 5a 13.40.0 (4) 71.

Universitätsbibliothek Basel

Zeitungsauschnitte über Gertrud Isolani: 1969–1980: UBH BLA Isol 101.

Literatur

Bilsky, Lisa A.: Adrienne Thomas, Gertrud Isolani und Gabriele Tergit. German Jewish women writers and the experience of exile. (Hochschulschrift). Wisconsin 1995.

Guth Biasini, Nadia: Isolani, Gertrud. In: Historisches Lexikon der Schweiz. URL: www.hls-dhs-dss.ch/de/articles/027847/2007-01-30/ (22.11.2021).

Isolani, Gertrud. In: Personenlexikon Basel-Landschaft. URL: https://personenlexikon.bl.ch/Gertrud_Isolani (22.11.2021).

Weiss, Norbert und Jens Wonneberger: Dichter, Denker, Literaten aus sechs Jahrhunderten in Dresden. Dresden 1997.

Wende, Frank: Deutschsprachige Schriftsteller im Schweizer Exil 1933–1950. Eine Ausstellung des Deutschen Exilarchivs 1933–1945 der Deutschen Bibliothek. Wiesbaden 2002. S. 282–287.

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