Charles Bach

18681935

Charles Bach leitete von 1907 bis 1930 als Chefarzt die evangelische Heilanstalt Sonnenhalde in Riehen. Er publizierte zahlreiche Aufsätze zu psychologischen Themen in den Jahresberichten der Sonnenhalde.

Charles Bach stammte aus einer elsässischen Pfarrersfamilie. 1912 in zweiter Ehe verheiratet mit Concetta Agata Elsa Kind-Pellizaro (1862–1953), der Mutter von Brunilde Smith-Kind.

Charles Bach studierte zunächst Theologie, später schloss er in Strassburg ein Medizinstudium ab. Danach führten ihn persönliche Beziehungen in die Schweiz, wo er das schweizerische Staatsexamen ablegte. Während kurzer Zeit arbeitete er als Landarzt und trat danach eine Assistenzstelle in der waadtländischen Heilanstalt Cery an.

Bach pflegte Kontakte mit der Riehener Diakonissengemeinschaft, die in Riehen die Heilanstalt Sonnenhalde führte. Von 1903 bis 1906 war Bach als Gehilfe von Dr. Gottlieb Burckhardt in der Sonnenhalde, der damaligen ‹Heilanstalt für Weibliche Gemütskranke›, angestellt. Nach Burckhardts Tod leitete Bach von 1907 bis 1930 die Sonnenhalde als Chefarzt.

Während seiner Amtszeit schrieb er zahlreiche psychologische Artikel, die in den Jahresberichten der Sonnenhalde publiziert wurden.

Charles Bach starb am 7. Mai 1935 in Riehen im Alter von 67 Jahren.

Autorin / Autor: Luzia Knobel | Zuletzt aktualisiert am 8.5.2022

Fakten

Daniel Charles
Bach
03.09.1868 vermutlich im Elsass
07.05.1935 in Riehen
Ab 1910 Riehen

Werke (Auswahl)

Einige Gesichtspunkte über Verständnis für Gemütszustände in gesunden u. kranken Leben. In: Jahresbericht Evangelische Heilanstalt Sonnenhalde für Weibliche Gemütskranke Riehen. Basel 1909.

Willst du gesund werden? In: Jahresbericht Evangelische Heilanstalt Sonnenhalde für Weibliche Gemütskranke Riehen. Basel 1917.

Einige Aufschlüsse über Psychoanalyse und deren Grundlagen. In: Jahresbericht Evangelische Heilanstalt Sonnenhalde für Weibliche Gemütskranke Riehen. Basel 1922.

Über den Umgang mit Gemütskranken. In: Jahresbericht Evangelische Heilanstalt Sonnenhalde für Weibliche Gemütskranke Riehen. Basel 1923.

Über Wahnvorstellungen und Sinnestäuschungen sowie über Umgang mit solchen, die daran leiden. In: Jahresbericht Evangelische Heilanstalt Sonnenhalde für Weibliche Gemütskranke Riehen. Basel 1924.

Über seelische Beeinflussung durch Suggestion und Autosuggestion. In: Jahresbericht Evangelische Heilanstalt Sonnenhalde für Weibliche Gemütskranke Riehen. Basel 1926.

Archive

Schweizerisches Wirtschaftsarchiv

Jahresberichte der Sonnenhalde. Dokumentensammlung: SWA H + F 56.

Staatsarchiv Basel-Stadt

Sammlung biographischer Zeitungsauschnitte: 1 Zeitungsartikel.

Literatur

Haenel, Thomas: Zur Geschichte der Psychiatrie. Gedanken zur allgemeinen und zur Basler Psychiatriegeschichte. Basel 1982. S. 174.

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