Haus zur Mohrhalde

Wenkenstrasse 39

Das Wohn- und Atelierhaus des Kunstmalers Hans Sandreuter wurde 1898 erbaut und von diesem selbst ausgestattet. Es ist eines der wenigen erhaltenen Bauzeugnisse des frühen Jugendstils in Basel und Umgebung.

Die Planung des Hauses von Hans Sandreuter übernahm mit grosser Wahrscheinlichkeit der Basler Architekt Emanuel La Roche. Er war Teilhaber des Architekturbüros Emanuel La Roche und Adolf Benedikt Stähelin.

Der Grundriss des Hauses ist einfach und übersichtlich. Da es zur Hälfte in den Hang hineingebaut ist, können die Zimmer des Sockelgeschosses nicht als Wohnräume genutzt werden. Hier befand sich ursprünglich das rund 60 Quadratmeter grosse Atelier des Malers. Der gegen die Strasse gelegene Teil des Obergeschosses beherbergt die eigentlichen Wohnräume.
Der Entwurf und die Umsetzung des Innenausbaus stammen von Hans Sandreuter, ebenso die aufwändige Dekorations- und Fassadenmalerei. Es stellt ein einzigartiges Gesamtkunstwerk des Künstlers in einer Formensprache zwischen Späthistorismus und Jugendstil dar.
1901, zwei Jahre nach Bezug des neuen Atelierhauses, verstarb Hans Sandreuter. Das Haus wurde 1984 unter Denkmalschutz gestellt.

Autorin / Autor: Franziska Schürch | Zuletzt aktualisiert am 6.1.2023

Fakten

Haus zur Mohrhalde
Wenkenstrasse 39
1898
Hans Sandreuter
Unter Denkmalschutz

Artikel

Jahrbuch Riehen

Archive

Staatsarchiv Basel-Stadt

Archiv der Freiwilligen Denkmalpflege, Riehen: Dorfkern und Haus «Mohrhalde»: PA 907a M 83.

Literatur

Jahrbuch z’Rieche

Brönnimann-Burckhardt, Rolf: Hans Sandreuters Haus Zur Mohrhalde. In: Jahrbuch z’Rieche 1978. S. 7–12.

Spechtenhauser, Klaus: Orte des kreativen Schaffens. In: Jahrbuch z’Rieche 2022. S. 48–59, hier S. 52f.

Weitere Literatur

Birkner, Othmar: Ein Haus in Gefahr. In: Werk, Bauen + Wohnen 70 (1983).

Nagel, Anne und Klaus Spechtenhauser: Riehen. Kanton Basel-Stadt. Bern 2014. S. 52–54.

Unsere Kunstdenkmäler: Mitteilungsblatt für die Mitglieder der Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte 36, Heft 2 (1985). S. 227.

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