Haus Gmür

Waltersgrabenweg 23

Das Haus Gmür ist eines der ersten Werke der Architektin Silvia Gmür. Es wurde von 1977 bis 1979 errichtet und ist ein experimenteller Wohnbau, der sich auf unkonventionelle Weise mit dem Zusammenspiel von Material, Licht, Raum und Umgebung auseinandersetzt.

Die Architektin Silvia Gmür baute das moderne Wohnhaus am Waltersgrabenweg 23 von 1977 bis 1979, wenige Jahre nach der Eröffnung ihres eigenen Architekturbüros in Basel. Das für eigene Wohnzwecke errichtete Haus steht am Anfang ihres beruflichen Werdegangs als Architektin.

Das unkonventionelle Raumgebilde mit seinem verwinkelten Grundriss zeugt von der Lust am experimentellen Bauen. Keilförmige Baukörper fügen sich in 45-Grad-Winkeln ineinander, sodass die Achsen parallel zur Topografie der Umgebung verlaufen. Das Haus Gmür ist ein Beispiel für unkonventionelle Architektur, die mit dem Zusammenspiel von Licht, Raum und Material experimentiert. Dafür ehrte der Kanton Basel-Stadt die Architektin Silvia Gmür 1980 mit der ‹Auszeichnung für gute Bauten›.

Das Haus Gmür steht im südlichen Teil Riehens 40 Meter vom Waltersgrabenweg zurückversetzt auf einem rundum begrünten Grundstück.

Gmür spielt mit kontrastierenden Materialien, indem sie Elemente aus Glas, Aluminium, Holz, Beton und Backstein kombiniert und in Beziehung zur Umgebung stellt.

Der vordere Hausteil verhält sich aufgrund der grosszügigen Fensteröffnungen und der ins Dach eingelassenen Oberlichter transparent zur äusseren Umgebung. So öffnen sich die Wohnräume und die Küche zum Garten hin. Der hintere Haustrakt hingegen lässt nur wenig Lichteinfall zu, weshalb er sich bestens für die Unterbringung von Schlafräumen eignet.

Autorin / Autor: Luzia Knobel | Zuletzt aktualisiert am 6.1.2023

Fakten

Haus Gmür
Waltersgrabenweg 23
1977–1979
Silvia und Klaus Gmür

Jahrbuch Riehen

Literatur

Jahrbuch z’Rieche

Stump, Yves: Eine Architektur des steten Neubeginns. In: Jahrbuch z’Rieche 2002. S. 95–105.

Weitere Literatur

Gmür, Silvia: Wohnhaus mit Atelier in Riehen BS: Architektin Silvia Gmür. In: Werk, Bauen + Wohnen. Bd. 67, Heft 10 (1980). S. 41–45.

Huber, Dorothee: Architekturführer Basel. Die Baugeschichte der Stadt und ihrer Umgebung. Basel 1993. S. 389.

Luder, Hans: Erste staatliche Auszeichnung guter Basler Bauten. In: Basler Stadtbuch 1980. S. 217–224.

Nagel, Anne, und Klaus Spechtenhauser: Riehen. Kanton Basel-Stadt. Hg. von der Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte. Bern 2014. S. 73f.

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