Altes Schulhaus

Erlensträsschen 6

1630 erwarb die Gemeinde Riehen das mittlere Drittel der heutigen Liegenschaft Erlensträsschen 4–8, um darin eine Schule einzurichten. Die Zahl der Schüler nahm kontinuierlich zu: 1730 konnte das überbelegte Schulhaus durch den Erwerb des benachbarten Hauses (Erlensträsschen 4) erweitert werden. Beim Umbau erwiesen sich allerdings die beiden Gebäude als baufällig und wichen deshalb einem Neubau: Im Erdgeschoss war die Schulstube untergebracht, im ersten Obergeschoss befand sich die Wohnung des Schulmeisters, darüber ein geräumiger Kornspeicher. Hinter dem Haus stand ein kleiner Stall und vor dem Haus befand sich ein Garten.

Im Zug des generellen Ausbaus der Volksschule in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts wurden in unmittelbarer Nachbarschaft des Schulhauses verschiedene Liegenschaften dazu gekauft und umgebaut. Das Schulhaus am Erlensträsschen 6 wurde somit Teil eines grösseren Schulkonglomerats. Um 1879 erfuhr das Gebäude eine letzte Erweiterung: Im zweiten Obergeschoss wurde eine weitere Lehrerwohnung eingerichtet und der Stall durch Abtrittanlagen ersetzt.

Der 1939 geplante Um- und Erweiterungsbau der Schulgebäude am Erlensträsschen konnte erst nach dem Krieg ausgeführt werden. 1950 wurde der neue Schultrakt am Erlensträsschen 16 bezogen. Das erste Schulhaus am Erlensträsschen 6 hingegen wurde 1956 zusammen mit dem ehemaligen Gasthaus zum Ochsen abgerissen. Die Gemeinde Riehen erstellte auf dem Platz ein neues Feuerwehrmagazin.

Autorin / Autor: Luzia Knobel | Zuletzt aktualisiert am 19.7.2022

Fakten

Altes Schulhaus
Erlensträsschen 6
1730

Häuser in Riehen und ihre Bewohner

Artikel

Jahrbuch Riehen

Literatur

Häuser in Riehen und ihre Bewohner

Kaspar, Albin: Häuser in Riehen und ihre Bewohner. Heft I. Riehen 2000. S. 27–31.

Jahrbuch z’Rieche

Felder, Pierre: Wer steuert Riehens Schule? Phasen der Entwicklung seit 1538. In: Hess, Stefan (Hg.): Basel und Riehen. Eine gemeinsame Geschichte. Basel 2021. S. 173–192, hier S. 176f.

Kaufmann, Brigitta: Riehen macht Schule. In: Jahrbuch z’Rieche 2009. S. 93–99, hier S. 95, 99.

Links

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